Laktoseintoleranz-Test

Laktosetoleranztest

Bluttest

Besteht der Verdacht auf Laktoseintoleranz gibt es eine Vielzahl von Laktoseintoleranz-Tests die Gewissheit verschaffen können. Aufgrund der vielen, zum Teil sehr unspezifischen, Symptome der Laktoseunverträglichkeit habe viele Betroffene bereits einen langen Weg hinter sich und wollen endlich eine eindeutige Diagnose erhalten und beschwerdefrei werden. Doch welche Tests gibt es, wo sind die Unterschiede und welcher Test ist am Besten geeignet?



Auf den folgenden Seiten werden einige dieser Test beschrieben und deren Ablauf erklärt. Einige Tests können einfach selbst zu Hause durchgeführt werden (z.b. Diättest), für andere ist ein Arztbesuch erforderlich (z.b. Wasserstoffatem-Test).



Arten von Laktoseintoleranz-Tests:


Diättest
Beim Diättest wird über einen spezifizierten Zeitraum (mehrere Tage) konsequent auf laktose-haltige Lebensmittel verzichtet. Treten in dieser Zeit die sonst üblichen Beschwerden nicht mehr auf, kann das ein Anzeichen für eine Laktoseintoleranz sein.
Expositionstest
Beim Expositionstest wird ebenfalls mehrere Tage auf Laktose verzichtet und darauf geachtet ob die Symptome verschwinden. Anschließend wird eine gewisse Menge (50 Gramm) Milchzucker in Wasser gelöst und getrunken. Treten die Symptome binnen weniger Stunden wieder auf lässt dies auf eine Laktoseintoleranz schließen.
Wasserstoffatem-Test
Der Wasserstoffatem-Test (H2-Atem-Test) ist der am weitesten verbreitete Laktoseintoleranz-Test um einer Laktoseunverträglichkeit festzustellen. Nachdem der Patient 50 Gramm in Wasser gelöster Laktose getrunken hat wird der Wasserstoffanteil in der Atemluft, in einem Abstand von 15-30 Minuten, gemessen. Ein Anstieg des Wasserstoffgehalts lässt auf eine Laktoseunverträglichkeit schließen
Blutzuckertest
Auch beim Blutzuckertest (Belastungstest) muss der Patient 50 Gramm in Wasser gelöste Laktose zu sich nehmen. In einem Zeitraum von 2-3 Stunden wird alle 30 Minuten eine Blutprobe genommen und der Glukosegehalt bestimmt.
Gentest
Beim Gentest auf Laktoseintoleranz wird nur ein Wangenschleimhautabstrich benötigt. Diese Testmethode ist vor allem für Kinder geeignet da sie völlig schmerzlos ist. Allerdings kann der Gentest nur einen angeborenen (primären/erblichen) Lactasemangel aufzeigen.
Dünndarmbiopsie
Bei der Biopsie wird eine Gewebeprobe aus dem Dünndarm entnommen und untersucht. Die Dünndarmbiopsie gilt als die zuverlässigste Möglichkeit eine Laktoseintoleranz zu diagnostizieren. Allerdings ist diese Testmethode für den Patienten am unangenehmsten.

Es gibt also eine Vielzahl von Laktosetoleranztests. Welche Testmethode am geeignetsten ist, hängt von vielen Faktoren ab. Der Blutzucker und der Belastungstest ist für Kinder in der Regel nicht die erste Wahl. Eine Dünndarmbiopsie wird von Ärzten nur in seltenen Fällen durchgeführt (z.b: Wenn schon andere Darmerkrankungen vorliegt oder wenn die anderen Tests fehlschlugen). Der Gentest ist schmerz- und beschwerdefrei und deshalb gut für Kinder geeignet. Allerdings lässt sich damit nur der erblich bedingte Lactase-Mangel feststellen.


Weiter Informationen:


Abbildung Test: © kri - Fotolia.com

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