Histaminintoleranz

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Die Histaminintoleranz wird auch als Histaminose bezeichnet. Es handelt sich um eine Unverträglichkeit des Nahrungsstoffs Histamin. Dieses ist in Nahrungsmitteln enthalten, die bakteriell fermentiert, also gegärt sind. Zu diesen gehören unter anderem Bier, geräuchertes Fleisch, Schokolade, Rotwein, Sauerkraut, Meeresfrüchte und Käse mit einem sehr hohen Reifegrad. Darüber hinaus wird bei einem Histaminintoleranz eine Unverträglichkeit mit verschiedenen Medikamenten beobachtet, die entzündungshemmend und schmerzhemmend wirken. Dies kann bei Erkrankungen, die mit Entzündungen und Schmerzen einhergehen, eine sehr große Belastung der Betroffenen darstellen.



Symptome, die auf eine Histaminintoleranz hinweisen

Die Histaminintoleranz kann durch verschiedene Symptome auf sich aufmerksam machen. Sehr häufig ist die Nesselsucht, auch Urtikaria genannt. Es handelt sich um eine besondere Form des Hautausschlags, die mit brennenden Pusteln einhergeht. Diese ähneln der Reaktion auf eine Berührung der Haut mit der Brennnessel. Davon wurde der Name der Erkrankung abgeleitet. Weiterhin kann die Histaminintoleranz zu Kopfschmerzen oder Migräne führen. Schwindelanfälle und Übelkeit können ebenso auftreten wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Asthma bronchiale, Atembeschwerden und Halsschmerzen. Da die Symptome so vielschichtig sind, ist die Diagnose häufig nicht ganz einfach, denn es müssen verschiedene Erkrankungen in Betracht gezogen werden.



Diagnosemöglichkeiten zur Erkennung einer Histaminintoleranz

Die Diagnose muss unter ärztlicher Überwachung durch eine so genannte Provokation gestellt werden. Dem Körper wird Histamin zunächst in einem Zeitraum von 14 Tagen durch Einhaltung einer strengen Diät entzogen. Da ein Zuviel an Histamin bei Patienten mit einer Histaminintoleranz zu einem allergischen Zustand führen kann, der lebensbedrohlich ist, darf es nicht in einem hohen Maße zugeführt werden.

Der Arzt wird die Diät verordnen und davor Blut abnehmen. Danach ist der Patient angehalten, diese Diät strengstens einzuhalten. Wenn er in diesen Wochen eine Besserung seiner Beschwerden verspürt, deutet dies bereits auf das Vorliegen einer Histaminintoleranz hin. Nach den 14 Tagen wird wieder Blut abgenommen. Anhand der Veränderung der Blutwerte kann der Arzt die Histaminintoleranz diagnostizieren und eine passende Therapie einleiten.


Parallel zur Bestimmung des Histamin sollten weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Die Symptome können auf verschiedene Allergien hinweisen. Darüber hinaus kann es sein, dass der Patient nicht an einer Histaminintoleranz, sondern an einer Laktoseintoleranz, an einer Zöliakie, einer Fructoseintoleranz oder an einer anderen Nahrungsmittelallergie leidet.


Die Diagnose ist häufig sehr aufwendig zu stellen, weil die Symptome nicht eindeutig sind und verschiedenen Erkrankungen zugeordnet werden können. Wenn der Diättest keine Histaminintoleranz bescheinigt, kann es sein, dass dem Patienten weitere langwierige Diagnoseverfahren bevorstehen. Ist die Histaminintoleranz hingegen nachgewiesen, können die Beschwerden mit Einhaltung einer Diät und/oder einer medikamentösen Therapie gelindert oder ganz beseitigt werden.



Die Therapie einer Histaminintoleranz

Die Therapie einer Histaminintoleranz besteht in Einhaltung einer Diät, die mit einem Verzicht auf Nahrungsmittel, die Histamin enthalten, einhergeht. Dieser Diät geht in der Regel eine umfassende Ernährungsschulung voraus, in der die Patienten lernen, in welchen Nahrungsmitteln Histamin enthalten ist und wie groß die Menge ist. Da es sich um spezielle Nahrungsmittel, Zutaten und Nahrungsergänzungsmittel handelt, ist eine abwechslungsreiche Ernährung trotz Histaminintoleranz gut möglich. Ein größeres Problem bereitet den Patienten in der Regel die Medikamentenunverträglichkeit, die zu einer großen Belastung bei Schmerzen und Entzündungen führen kann.


Hilfreich ist auch die Gabe von Antihistaminen. Das Medikament Diaminoxidase hilft, das Histamin erfolgreich abzubauen.


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