Fructoseintoleranz

Zur Glossar Hauptseite Kategorie:Fructoseintoleranz


Mit Fructoseintoleranz wird eine Unverträglichkeitsreaktion des Darms auf die Zufuhr von Fructose bezeichnet. Fructoseintoleranz Symptome sind Blähungen, Verdauungsbeschwerden und Leibschmerzen. Fructose ist ein Einfachzucker, der in Früchten und Honig natürlich sowie in vielen Lebensmitteln als Süßungsmittel künstlich enthalten ist.


Auch Diät-Produkte für Diabetiker enthalten Fructose. Besteht keine solche Fructoseintoleranz, wird der Fruchtzucker bei normal hohen Dosen unproblematisch verdaut und in den Organismus aufgenommen. Ist die Aufnahme aus dem Dünndarm in den Blutkreislauf gestört und gelangt der Fruchtzucker direkt in den Dickdarm, treten die Symptome auf. Dabei unterscheidet die Medizin zwischen einer angeborenen und einer erworbenen Fructoseintoleranz.



Angeborene oder erworbene Fructoseintoleranz
Die angeborene Fructoseintoleranz und die dadurch ausgelösten Symptome wie heftige Durchfälle werden durch einen Enzym-Defekt mit Stoffwechselstörungen als Folge ausgelöst. Sie ist nicht heilbar, erfordert eine dauerhafte Fructose-Abstinenz und ist relativ selten. Häufiger ist die erworbene FI mit Heilungschancen bei entsprechender Diät.

Spontan auftretende Symptome der Fructoseintoleranz äußern sich vor allem durch Blähungen und Durchfälle sowie diffuse Leibschmerzen und Erbrechen. Abgestuft können die Symptome in unterschiedlicher Stärke auftreten. Die Palette der Symptome reicht dabei von völliger Intoleranz mit heftigen Abwehrreaktionen des Verdauungssystems schon bei geringsten Dosen bis zu einer gewissen Toleranz bei geringfügigen Gaben von Fructose. Gelegentlich wird empfohlen, leichte Symptome mit geringen Dosen von Glucose direkt zu den fructosehaltigen Speisen auszugleichen, etwa Traubenzucker über das Obst zu streuen.


Laut Studien der Weltgesundheitsbehörden zu Fructoseintoleranz leiden rund 30 Prozent der Weltbevölkerung an einer Form der erworbenen Unverträglichkeit gegen Fruchtzucker, wobei die Symptome der Fruktoseintoleranz verschieden stark ausgeprägt sind. Bei 20 Prozent der Betroffenen wirkt die spontan auftretende Fructoseintoleranz im Stillen ohne die typischen Beschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen. Als stille Begleiter treten Kopfschmerzen, Mattigkeit und Haarausfall durch Zinkmangel und Folsäuremangel in Erscheinung und werden häufig nicht als Symptome erkannt.

Wo die Gründe für eine erworbene Fructoseintoleranz exakt zu suchen sind, wird von der wissenschaftlichen Forschung sehr unterschiedlich beantwortet, da die Schulmedizin nur vergleichsweise wenige Studien über FI Symptome kennt. Im Allgemeinen wird bei Fructoseintoleranz von einer Störung der Darmflora im Dünndarm mit unterschiedlichen Ursachen von Entzündungen und Pilzinfektionen über Mangelerscheinungen durch Fehlernährung bis zu psychischen Auslösern wie Stress für die Beschwerden ausgegangen.



Tests zur Bestimmung der Fructoseintoleranz Symptome
Da die nicht angeborene Fructoseintoleranz heilbar ist und die entsprechenden Fructoseintoleranz Symptome bei richtiger Diät und Behandlung wieder verschwinden, muss sie vom Arzt festgestellt werden. Leider verordnen Ärzte, ohne die Fructoseintoleranz Symptome richtig zu deuten, häufig eine Darmspiegelung. Dabei wird allerdings eine Fructoseintoleranz nicht erkannt.

Ein einfacher Stuhltest schließt Verwechslungen mit Störungen der Galle oder Bauchspeicheldrüse aus. Um Klarheit auch als Abgrenzung zu Sorbitintoleranz oder Glutenintoleranz zu erhalten, sollte der behandelnde Arzt bei Verdacht einen Wasserstoff-Atemtest durchführen. Dabei wird dem Patienten auf nüchternen Magen eine Fructose-Wasser-Mischung verabreicht, anschließend wird im Abstand von jeweils 30 Minuten der Wasserstoff in der abgeatmeten Luft gemessen. Bei einer Fructoseintoleranz gelangt nämlich der Fruchtzucker vom Dünndarm aus anstatt ins Blut als "Abfall" in den Dickdarm und wird dort von Darmbakterien unter Freisetzung von Wasserstoff zersetzt. Dieser Zersetzungsprozess löst die typischen Beschwerden aus. Über die Lunge gelangt der überschüssige Wasserstoff in den Atem und lässt sich dort im Rahmen eines Fructoseintoleranz Tests messen. Je höher der Anteil von Wasserstoff, umso eher die Wahrscheinlichkeit einer FI.


Alphabetisch






Verfeinern Sie Ihre Suche:

Buchempfehlungen


Laktose-Intoleranz
Laktose-intoleranz

Richtig einkaufen bei Laktose-Intoleranz
Richtig einkaufen bei Laktose-Intoleranz...

Richtig essen bei Laktoseintoleranz
Richtig essen bei Laktoseintoleranz

Lactose Fructose. Gesund geniessen trotz Unverträglichkeiten
Lactose Fructose.
Gesund geniessen trotz Unverträglichkeiten


Köstlich kochen ohne Milchzucker
Köstlich kochen ohne Milchzucker

Mehr Bücher